Frühe Einsicht

Um ein Ceranfeld muss man sich ganz anders kümmern als um einen Gasherd, denke ich, während ich das grüne Schwammtuch unter fließendes Wasser halte. Ich habe natürlich im Internet gelesen, wie man ein Ceranfeld instand halten soll – tägliches feuchtes Abwischen ist die Grundlage. Der nächste Schritt ist ein Tropfen Spülmittel auf das Schwammtuch, härtere Verschmutzungen kann man mit Zitronensaft oder Backpulver angehen. Im Bereich der besonders hartnäckigen Verschmutzungen kommen ein Ceranfeldschaber oder gleich ein spezialisiertes Putzmittel zum Einsatz. Das Nachreiben mit einem Trockentuch ist in jedem Fall erforderlich, wenn man, wie es allgemein angenommen wird, einen streifenfreien Glanz erzielen möchte. Mit dem nächsten Kochvorgang wird das Ergebnis natürlich vollkommen zunichtegemacht, was niemanden verwundern kann, der sich mit dem Ablauf der Welt auch nur vage vertraut gemacht hat. Beim anstehenden Kongress schreibender Reinigungskräfte wird es daher auch darum gehen, die Frage zu klären, inwiefern das rhythmisierte Schreiben von Büchern in festgelegten Erscheinungsintervallen mit der Reinigung eines Ceranfeldes zu vergleichen ist. Dazu spricht Theodor Ott, Besitzer eines Putzmittelwerkes und Autor der Kriminalromane „Tödliches Wischwasser“ und „Der Mopp ist immer der Gärtner“.

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