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Überschriften? Da gibt’s auch Regeln?

Ja, auch Überschriften folgen einem (schmalen) Regelwerk. Besonders in Zeitungen und Kundenmagazinen müssen viele Beiträge betitelt und Bilder mit Unterschriften versehen werden. Die Vorgaben sind zwar überschaubar, trotzdem kommen bei diesem Thema immer wieder Fragen auf.

Überschriften haben keinen Schlusspunkt

Überschriften haben generell keinen Punkt am Ende, es ist dabei unerheblich, ob es sich um ganze oder verkürzte Sätze oder einzelne Wörter handelt. Ausrufe- und Fragezeichen werden allerdings immer gesetzt, auch wenn die Überschrift nur aus einem Satz besteht. Bestehen Überschriften aus mehreren Sätzen, gilt die Regel, dass die Zeichensetzung innerhalb der Überschrift wie üblich erfolgt. Ein erster eigenständiger Satz erhält einen Punkt, der letzte Satz oder die letzte Wortgruppe bleiben immer ohne Punkt.

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Noch Fragen?

Klammern, Kommas und Gedankenstriche stehen in Überschriften wie im Fließtext

Satzbinnenzeichen wie Komma, Gedankenstrich und Klammern werden in Überschriften ganz normal verwendet. Nach dem Gedankenstrich wird klein weitergeschrieben, wenn er einen die Überschrift erläuternden Zusatz einleitet (außer ein substantivisch verwendetes Wort steht am Anfang):

Rügen – eine Insel zum Wohlfühlen
Rügen – Touristen kommen gern

Bildunterschriften werden wie Überschriften behandelt, wenn sie aus einem Satz bestehen. Ab zwei Sätzen werden sie den Regeln von Fließtexten unterworfen.

SEO und die Überschriften

Abseits von formalen Vorgaben spielen Überschriften auch eine wichtige Rolle beim Thema Suchmaschinenoptimierung. Ganz grundsätzlich dienen sie dabei der Struktur: Sie helfen, Texte mithilfe von Absätzen anschaulich zu strukturieren. Außerdem können sie Suchwörter oder Phrasen enthalten, mit denen der Text in der Suchmaschine gefunden werden soll. Wichtig ist, die Überschriftenhierarchien zu beachten. Da die Überschriften in HTML formal mit speziellen Tags von <h1></h1> bis <h6></h6> ausgezeichnet werden, sollte der zentralen h1-Überschrift die Überschriftenklasse <h2> folgen. Es ist möglich einen Text so zu strukturieren, dass sich zwei h3-Überschriften auf eine h2-Überschrift beziehen, also: <h2>Oberthema</h2>, dann <h3>Erläuterung 1 zum Oberthema</h3> und <h3>Erläuterung 2 zum Oberthema</h3> und dann wieder eine h2-Überschrift mit einem neuen Oberthema.

Demnächst werde ich außerdem einen Artikel schreiben, der sich noch stärker mit inhaltlich-stilistischen Fragen von (SEO)-Überschriften befasst.

Dieser Artikel wurde am 02. Januar 2021 vollständig aktualisiert und erweitert.

2 Antworten auf „Überschriften? Da gibt’s auch Regeln?“

Wo steht der Gedankenstrich, wenn die Überschrift zweizeilig ist und beim Gedankenstrich umbricht: am Ende der ersten oder am Anfang der zweiten Zeile?

Beispiel:
Das Internet –
Suchmaschinen und Imperien

Das Internet
– Suchmaschinen und Imperien

Danke für Ihre Rückmeldung!

Hallo Birgit,

der Gedankenstrich steht am Ende der ersten Zeile. Dies ist eine generelle Regel – nicht nur in Überschriften. Man kann sie unter anderem daraus ableiten, dass der Gedankenstrich häufig als Ersatz für andere Satzzeichen (zum Beispiel Kommas) dient und diese auch nicht in die zweite Zeile rutschen würden. Außerdem verlöre er im zweiten Beispiel seine Funktion als Pausenzeichen, da man beim Lesen direkt in die zweite Zeile spränge und dann dort stolpern würde.

Viele Grüße!

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