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Relativpronomen: etwas, das – ein Schiff, das

Dieser Artikel befasst sich mit etwas, das immer wieder Fragen aufwirft. Es geht um den Gebrauch der Relativpronomen das und was. Deshalb möchte ich heute beschreiben, wie diese Wörter korrekt eingesetzt werden.

Was sind Relativpronomen?

Relativpronomen leiten Nebensätze ein, sie beziehen den sogenannten Relativsatz auf übergeordnete Substantive oder Pronomen. In diese Kategorie fallen zum Beispiel auch der, die, das bzw. welcher, welche, welches.

Diese Relativpronomen sind übrigens ein Dauerbrenner im Lektorat, fast in jedem Text begegnen einem Formulierungen wie „Ein Mann, welcher sein Hobby liebte“ oder „Eine Frau, welche die Kunst liebte“. Besonders im zweiten Beispiel wird welche zur Vermeidung einer Wiederholung eingesetzt. Da die Relativpronomen welche, welcher, welches oft schwerfällig wirken, werden sie in der Korrektur im Allgemeinen durch der, die, das ersetzt. „Ein Mann, der sein Hobby liebte.“ Bei der Wiederholung ist es aber durchaus möglich, bei „welches“ zu bleiben. Aber auch „Eine Frau, die die Kunst liebte“ geht für mich also durchaus in Ordnung.

Kleine Regelkunde – Vom Relativpronomen was …

Aber zurück zu unseren Relativpronomen das und was. Dass es: „Es gibt ein Haus, das ich liebe“, aber „Es gibt manches, was ich hasse“ heißt, hängt von der Art des Wortes ab, auf das sich die Relativpronomen beziehen. Wie wir schon gesehen haben, folgt auf etwas das Relativpronomen was. Es steht auch in Beziehung zu folgenden Bezugsworten: (1) substantivierten Adjektiven (Partizipien), die Allgemeines, Unbestimmtes oder Abstraktes ausdrücken, (2) substantivierten Superlativen, und (3) Indefinitpronomen oder Zahlworten (allerlei, manches, nichts).


(1) Er hatte etwas Unbestimmtes an sich, was wir fürchteten. Wir glaubten an all das Gute, was er uns versprach.
(2) Das Schönste, was es gab, war Pudding. Der Junge war das Tollste, was ich je gesehen habe.
(3) Es gibt vieles, was ich liebe. Das ist dasselbe, was ich früher schon geschrieben habe.
Was kommt zudem zum Einsatz, wenn es sich nicht auf ein einzelnes Bezugswort, sondern auf den ganzen Satz bezieht: „Er kaufte sich einen Hummer, was seinen Freund von den Grünen maßlos ärgerte.“

… zum Relativpronomen das

Das wird dagegen verwendet, wenn es sich auf ein Neutrum bezieht. „Es gibt ein Haus, das ich liebe.“ „Das Boot, das ich charterte, sank leider viel zu schnell.“
Das folgt auch auf ein substantiviertes Adjektiv (Partizip), das etwas Bestimmtes ausdrückt: „Das Majestätische, das diesen Vogel ausmacht.“ Auch in Verbindung mit Präpositionen wird das verwendet: „Manches, für das ich mich begeistere, entgeistert andere völlig.“ „Es gibt etwas, durch das ich mich bedroht fühle.“ Hier kann man im Übrigen auch schöner formulieren: Manches, wofür ich mich interessiere … und: Es gibt etwas, wodurch ich mich …

Aber auch im Gebrauch von das und was kann es durchaus immer wieder Varianten geben, die in der einen oder anderen Form richtig sind. Es kommt dabei auf den Satzkontext an. Man könnte zum Beispiel sagen: „Tim hatte ein mulmiges Gefühl, das ihn daran hinderte, nach draußen zu gehen.“ Aber auch: „Tim hatte ein mulmiges Gefühl, was ihn daran hinderte, nach draußen zu gehen.“ Im zweiten Fall geht es nicht darum zu sagen, dass das Gefühl sein Rausgehen behindert, sondern der Satz betont, dass Tim dieses Gefühl hatte.

Zusammenfassung

Das wird mit Bezug auf Neutra, substantivierte Adjektive, die etwas Bestimmtes ausdrücken, und in Verbindung mit Präpositionen eingesetzt. „Das Haus, das ich liebe“, „Das Große, das dort hinten steht“, „Etwas, durch das ich mich beeindrucken ließ“.

Was tritt in Bezug auf substantivierte Adjektive, die Unbestimmtes ausdrücken, substantivierte Superlative und unbestimmte Pronomen oder Zahlworte in Erscheinung. „Etwas, was ich hasste“, „All das Seltsame, was es dort gab“, „Nichts, was ich schrieb, war von Interesse“.

 

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